Mahnmal und Gedenkveranstaltung
05.05.2010, 9:52 - Zum Gedenken an ZwangsarbeiterInnen in Schwechat.
Am Montag wurde in Schwechat ein Mahnmal zum Gedenken an ZwangsarbeiterInnen in Schwechat während der Nazi-Diktatur offiziell präsentiert. Im Anschluss fand im Rathaus eine Gedenkveranstaltung statt.
Großinstallation
In Schwechat wurden während der Kriegsjahre Tausende Menschen in Nebenlagern des KZ Mauthausen zur Arbeit gezwungen. Daran erinnert nun ein Mahnmal im Bereich der westlichen Stadteinfahrt. Das Objekt wurde von SchülerInnen des Gymnasiums gestaltet.
Bgm. NR Hannes Fazekas: „Die Stadtgemeinde Schwechat hat dieses Projekt initiiert und finanziert. Uns ist es wichtig, dass sich vor allem die Jugend auch mit diesem Abschnitt der Geschichte auseinander setzt und die Opfer der Nazi-Diktatur nicht vergessen werden. Es dient auch dazu, diese Zeit absolut nicht zu verharmlosen, wie es derzeit vermehrt passiert.“
Gedenkveranstaltung
Im Anschluss an die Präsentation fand im Rathaus eine Gedenkveranstaltung statt, bei der Univ.-Doz. Dr. Bertrand Perz über Zwangsarbeit während der NS-Zeit referierte. Im Anschluss stellten die SchülerInnen die Entstehungsgeschichte ihres Projekts dar.
Bgm. NR Hannes Fazekas in seiner Rede: „Die Auseinandersetzung mit der NS-Zeit kann nicht auf Zuruf beendet werden, sondern ist so lange zu führen, bis sicher ist, dass in Österreich Ausgrenzung, Unterdrückung, Rassismus und Faschismus keine Chance haben und kein Notariatsakt mehr notwendig ist, um sicherzustellen, dass sich ein Politiker oder eine Politikerin innerhalb der antifaschistischen Verfassung des Staates befindet.“
Dass die FPÖ-Fraktion im Gemeinderat die Veranstaltung boykottierte, fand der Bürgermeister „bedenklich“.






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